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Artgerechte Tierhaltung

Hi-Land für artgerechte Tierhaltung

marienhagen-bild2Die landwirtschaftlichen Nutztiere sind durch ihre Domestikation nicht mehr in der Lage, sich in ihrer natürlichen Umgebung selbst zu versorgen oder fortzupflanzen, da sie speziell gezüchtet wurden, um wirtschaftliche oder sonstige Ansprüche des Menschen zu erfüllen.

Trotzdem haben sich die Nutztiere viele natürliche Verhaltensweisen, wie z. B. ihren Bewegungsdrang, den Jagdinstinkt oder das Bedürfnis, sich zu verstecken, erhalten und sollten diese in der artgerechten Haltung ausleben können.

Eine artgerechte Haltung bezeichnet eine Form der Nutztierhaltung, die sich an den natürlichen Lebensbedingungen der Tiere orientiert und auf die artspezifischen Verhaltensweisen der Tiere Rücksicht nimmt.

Tiere in artgerechter Haltungsform sind vitaler, gesünder und weniger stressanfällig und erkranken seltener . Zudem verhalten sie sich friedfertiger im Umgang miteinander.
Eine artgerechte Tierhaltung steigert das Wohlbefinden der Tiere und somit auch die „tierische Leistung“.

Sie entspricht allerdings aufgrund der geringeren Gewichtszunahmen und der höheren Arbeitsbelastung nicht den unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten erzielbaren „Höchstleistungen“ konventioneller Massentierhaltung.

Ein Tier, dass sich wohlfühlt, hat für den Halter und die Konsumenten Vorteile, denn die Qualität der tierischen Produkte nimmt zu.

Zu den artgerechten Tierhaltungskriterien gehören

  • eine den Sozialbeziehungen der Tiere angepasste Größe der Gruppe,
  • eine sozial, sensorisch und psychologisch anregende Umgebung,
  • ein ausreichendes Platzangebot pro Tier,
  • die Gelegenheit zum Auslauf
  • getrennte Lebensbereiche zum Fressen, Liegen und Koten,
  • ein optimales Stallklima,
  • eine Fütterung , welches der spezifischen Ernährungsphysiologie des Tieres entspricht
  • ein stressfreier Transport und
  • nicht zuletzt ein „tierwürdiges“ Töten der Tiere.

Fehler in der Nutztierhaltung sind u.a.

  • zu glatte und scharfkantige Stallböden
  • ein nicht artgerechtes Stallklima
  • eine zu hohe Besatzdichte
  • nicht artgerechte Gruppengrößen
  • ein zu enger Fressplatz
  • ein fehlender Liegekomfort
  • Unter- und Überversorgung mit Wasser, Licht, frischer Luft und Reizangeboten
  • ein hoher Keimdruck
  • Amputationen von Körperteilen
  • falsche Betreuung der Tiere
  • Einsatz von Leistungs- und Wachstumsförderern

Indikatoren einer nicht artgerechten Tierhaltung sind

  • Erkrankungen
  • Haut- und Gefiederveränderungen
  • Verhaltensstörungen
  • Verletzungen
  • Leistungseinbrüche und
  • hohe Verluste

Hier eine wichtige Initiative für Artgerechte Tierhaltung

Mitmachen – Zukunft gestalten

EU – AGRAR -APPELL

Die CI {CalenbergerInitiativen} Netzwerk gegen Massentierhaltung starten einen ONLINE APPELL für eine grundlegende Umverteilung der EU-Agrarsubventionen.

Wir möchten erreichen:

  • das die bereits von der EU verpflichtend festgelegten Klima-, Arten- und
  • Wasserschutzziele eingehalten bzw. erreicht werden
  • dass Landwirtschaft bevorzugt in nachhaltig wirtschaftenden, ökologischen, ländlichen Betrieben erfolgen werden kann und fair bezahlt wird
  • sinnvolle Fruchtfolgen statt Monokulturen
  • Landwirtschaft in ökologisch intakten Kulturlandschaften
  • gesunde Lebensmittel aus bäuerlichen Betrieben
  • die unbedingte Beachtung von Tierschutzanliegen
  • die Beachtung von Entwicklungs- und Ernährungsfragen auch außerhalb der EU
  • den sinnvollen Einsatz landwirtschaftlicher Flächen und Pflanzen bei der Erzeugung von
  • Energie (Biogas)

Bei den zur Zeit stattfindenden Verhandlungen über die Gemeinsame EU-Agrarpolitik (GAP) für die Jahre ab 2014 geht es um richtungsweisende Entscheidungen für unsere Landwirtschaft. Mit unserem EU-AGRAR-APPELL möchten wir die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf dieses Thema lenken und den EU-Abgeordneten zeigen, wie groß das Interesse an der zukünftigen Landwirtschaftspolitik inzwischen geworden ist.

Informieren Sie sich und

bitte unterstützen Sie unseren Appell durch Ihre Unterschrift. Vielen Dank.

Hier geht es zum EU-AGRAR-APPELL

CI {CalenbergerInitiativen}
Netzwerk gegen Massentierhaltung
– Bad Münder, Barsinghausen, Diekholzen, Garbsen, Gehrden, Hannover,
Neustadt, Nordstemmen, Pattensen, Seelze, Springe, Wennigsen, Wunstorf –

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